FETTABSAUGUNG (LIPOSUKTION) BEI LIPÖDEM

Liposuktion bei Lipödem

Die Diagnose des Lipödems ist deutlich von einer lokalisierten Fettverteilungsveränderung (Reiterhose) oder auch nur Adipositas abzugrenzen. Hierbei kommt es neben dem immer stärker ansetzenden Fettgewebe an den Extremitäten in symmetrischer Form auch zur Stauung im Gewebe mit Wassereinlagerung (Ödem). Daher ist während des Tages eine deutliche Zunahme des Umfangs und auch der Stauungsbeschwerden bis hin zur Schmerzhaftigkeit vorhanden und wichtiger Bestandteil der Definition.

Eine Fettamputation ist laut Leitlinien angezeigt. Diese lässt sich durch eine Liposuktion erreichen. Es muss aber auch die Entstauung langfristig gewährleistet werden.

Daher darf es beim Lipödem praktisch zu keiner Zerreißung von Lymphbahnen und zu keiner starken Vernarbung im Unterhautgewebe kommen. Es muss daher auf eine besonders schonende Vorgehensweise bei der Fettabsaugung geachtet werden.

Die unabdingbare Notwendigkeit eines extrem sanften OP-Verfahrens können wir mit dem von uns eingesetzten Gerät der Wasserstrahl-Assistierten Liposuktion (WAL) durchführen und Ihnen die bei dieser Diagnose schonendste Form der Liposuktion anbieten.

Es muss sehr sanft abgesaugt werden, also keine enormen Volumina auf einen Schlag. Die Saugrichtung darf immer nur in Längsrichtung der Extremität, also ohne modulierendes Criss-cross-Verfahren abgesaugt werden. Weiterhin dürfen die Extremitäten nur nacheinander in zwei Hälften abgesaugt werden, d.h. zuerst die Innenseiten der Oberschenkel und nach ca. neun bis zwölf Monaten dann die Außenseiten als zweiter Eingriff, oder umgekehrt.

Die sonstige Behandlung verläuft wie bei der „normalen“ Liposuktion. Da die Wasserstrahl-Assistierte Liposuktion besonders schonend für die Gewebe absaugt, ist sie prädestiniert für diese Eingriffe.

Es versteht sich, dass gerade bei dem Lipödem ein sehr strenges Verfahren mit langer postoperativer Kompression notwendig ist.