EINZELHAARTRANSPLANTATION

Einzelhaartransplantation als Follicular Unit Extraction (FUE)

Bei der Eigenhaartransplantation handelt es sich generell um eine Umverteilung von körpereigenen Haarwurzeln aus dem behaarten Kopfbereich des Hinterkopfes (dem sogenannten Haarkranz) in Areale mit Haarausfall. Grund für die Umverteilung ist die Tatsache, dass körpereigene Haare aus dem Bereich des Hinterkopfes, die entwicklungsgeschichtlich zur Körperbehaarung zählen und nicht zur Kopfbehaarung, gegen den genetischen, d.h. vererbbaren Haarausfall, nicht empfänglich sind. Daher wachsen diese Haarwurzeln nach Transplantation in einem vom Haarausfall betroffenen Areal lebenslang weiter. Jedoch ist die vorhandene Menge an transplantierbaren Haaren aus dem Haarkranz des Hinterkopfes begrenzt, sodass oft bei sehr großen Stellen ohne Haarwuchs nur Teilstellen bedeckt werden können oder eine geringe Haardichte erzielt werden kann.

Im Gegensatz zur oft durchgeführten Streifenentnahmetechnik (Strip-Technik) mit Entnahme eines länglichen Hautstreifens am Hinterkopf, dessen Entnahmestelle vernäht werden muss, stellt die Entnahmetechnik von einzelnen Haarwurzeln mit der Follicular Unit Extraction (FUE) eine minimalinvasive Methode der Haartransplantation dar.

Bei der FUE werden einzelne Haarwurzeln mit einem Mikrobohrer mit Hohlnadel herausgebohrt. Vorteile der FUE-Technik sind die durch die einzeln herausgebohrten Haare am Hinterkopf entstehenden nur sehr kleinen Narben. Diese narbensparende Technik ist besonders von jungen Menschen gewünscht, die einen schnell progredienten Haarausfall bei sich befürchten müssen und später daher gezwungen sind, ihr Haar sehr kurz zu tragen. Entstellende Narben durch vorhergehende Hauttransplantationen mit der Streifentechnik stellen hier eine Kontraindikation dar. Jedoch ist die Methode der FUE zeitlich sehr aufwendig, weshalb pro Tag nur eine geringere Anzahl an Haaren pro Sitzung verpflanzt werden können.

Die Verpflanzung der einzelnen Haarwurzeln in das Empfängergebiet wird Follicular Unit Transplantation (FUT) genannt. Hierzu werden die entnommenen Haarwurzelgruppen, genannt follicular units, nach Einheiten von je ein bis zu vier Haarerwurzeln zunächst sortiert. Nach der Aufbereitung werden die Haareinheiten dann möglichst schnell in kleine schlitzförmige Hautöffnungen am Ort der Verdichtungsbehandlung eingepflanzt. Hier muss genau darauf geachtet werden, die verpflanzten Haarwurzeln nicht zu dicht nebeneinander zu transplantieren, um deren Durchblutung nicht zu gefährden.

Um die gewünschte Haardichte zu erzielen, müssen öfters mehrere Sitzungen einer Haartransplantation durchgeführt werden, die zeitlich jeweils ein Jahr voneinander getrennt liegen sollten.

Beide Verfahren der Haartransplantation werden in der Regel in örtlicher Betäubung mit Dämmerschlaf (Sedierung) im Rahmen eines ambulanten Eingriffes durchgeführt.

Eine dritte Methode zur Reduzierung kahler Stellen stellt die Methode der Kopfhautreduktion dar, bei der kahle Stellen wie beispielsweise der Tonsur chirurgisch exzidiert werden.

Bei über 95% der transplantierten Haare kommt es zu einem dauerhaften Haarwuchs. Unter speziellen Bedingungen wie vorhandenes Narbengewebe, bei vorgeschädigter Haut oder dem Vorliegen von Hauterkrankungen kann die Anwuchsrate auch geringer sein.

Eine individuelle Beratung ist für diese komplexen Therapieverfahren ein Muss. Wichtig ist hier auch die Kenntnis über den erblichen Haarausfall bei den Großeltern, da diese Informationen auch in die vorgeschlagene Therapieform mit einfließen bei einem ganzheitlichen Behandlungskonzept.

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